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Spielsucht in Österreich


Seit vielen Jahrhunderten, ja gar Jahrtausenden gehen rund um die Welt die Spieler dem Glücksspiel nach. Auf verschiedene Resultate eines Spiels zu setzen und damit Geld gewinnen zu können birgt ganz einfach Spannung und Nervenkitzel. Und selbst wenn es nicht um richtiges Geld geht – Glücksspiele machen einfach Spaß. Gleichzeitig bergen diese Spiele aber auch ihre Gefahren. Die Versuchung ist stets groß, noch einmal die Würfel fallen zu lassen, noch einmal das Glück bei den Slots zu versuchen oder noch einmal eine Runde beim Roulette oder beim Blackjack zu spielen. Was harmlos beginnt, endet leider viel zu oft in der Sucht. Die Spielsucht ist ein ständiger Begleiter der Spieler in den Casinos, online und offline.

Was ist Spielsucht?

Wenn eine Person ununterbrochen spielt und dabei keine Rücksicht auf ihre Umgebung nimmt, spricht man von der Ludomanie oder der Spielsucht. Es handelt sich dabei um eine Impulskontrollstörung mit negativen Folgen. Je nach Person können die Symptome der Spielsucht unterschiedlich ausgeprägt sein – mitunter auch je nach Art der Glücksspiele. Zu Beginn ist das Glücksspiel in den meisten Fällen sehr unterhaltsam. Mit der Zeit kann es jedoch problematisch werden. Ein großer Gewinn verleitet zum Beispiel dazu, das Glück weiter herauszufordern. Oft hört man, dass alle Spielsüchtigen die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren. Das ist nicht ganz richtig. Generell spricht man von der Spielsucht, sobald die normalen täglichen Aktivitäten einer Person beeinträchtigt sind.

Häufige Arten von Spielsucht in Österreich

Die Spielsucht kann sich verschiedentlich äußern. Die Symptome sind sehr oft weder sichtbar noch spürbar. Zum Zeitpunkt, in dem man die Spielsucht diagnostiziert, sind sich die Spieler, aber auch deren Angehörige und Freunde dessen oft überhaupt nicht bewusst. Dennoch gibt es einige Indikatoren, die auf die Spielsucht hinweisen können. Fachleute erkennen diese Indikatoren sofort – denn sie sind für die Spielsucht einfach typisch. Die verschiedenen Arten, auf die sich die Spielsucht äußern kann, habe ich Ihnen hier im Detail zusammengefasst.

Zwanghaftes Glücksspiel

Als zwanghaften Spieler bezeichnet man einen Spieler, der nicht mehr fähig ist, seinen Drang oder sein Verlangen nach Glücksspielen zu kontrollieren. Der Spieler oder die Spielerin überschreitet dabei gewisse Grenzen im Rahmen eines unwiderstehlichen Aktes. Rücksicht zu nehmen kommt dabei für den Spieler nicht mehr in Frage – weder gegenüber seinen Angehörigen, seinem Bankkonto, noch gegenüber seinem täglichen Leben. Diese Menschen wissen, dass sie sich weitere Verluste nicht leisten können. Dennoch spielen sie weiter, oftmals mit übertrieben hohen Einsätzen.

Binge-Glücksspiel

Im Gegensatz zum zwanghaften Spieler hat der Binge-Spieler seine Aktivitäten unter einer gewissen Kontrolle. Diese Kontrolle behält er oft über Wochen oder Monate hinweg. Dann taucht das problematische Verhalten aber wie aus dem Nichts wieder auf und der Spieler verhält sich wieder wie ein zwanghafter Spieler, den scheinbar nichts aufhalten kann.

Problemspieler

Wer ständig an das Glücksspiel denkt und sich überlegt, wie man Verluste wettmachen könnte, gilt als problematischer Spieler. Natürlich könnte man versuchen, diesen Drang zu reduzieren. Aber solche Spieler sind oft nicht in der Lage, ihre Verantwortung wahrzunehmen und geben sich dennoch dem Glücksspiel hin. Dies hat Auswirkungen auf das Privatleben und die Beziehungen zu ihren Liebsten.

Anzeichen und Symptome der Spielsucht

Die körperlichen Anzeichen äußern sich bei der Spielsucht anders als bei einer Alkohol- oder Drogensucht. Vor allem sind die Anzeichen wesentlich weniger ausgeprägt. So kann es Glücksspielern passieren, dass ihnen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird und sie so spielen, bis sie die Kontrolle über ihre Finanzen oder gar ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Die Folgen können gar noch weiter reichen. Problemspieler oder Binge-Spieler zeigen möglicherweise aber gar keine Symptome.

Als spielsüchtig gelten Personen, die die unten erwähnten Symptome zeigen oder erleben.

  1. Unwohlsein und Verunsicherung, wenn es darum geht, die Spielgewohnheiten zu reduzieren oder zu kontrollieren
  2. Wiederholte Fehlversuche, bei der Kontrolle des Glücksspiels oder dessen Reduktion
  3. Ständige Gedanken an das Glücksspiel. Ständig Pläne und Ideen für die nächste Wette im Kopf
  4. Das Glücksspiel dient der emotionalen Bestätigung, beispielsweise wenn sich die Person bedrängt, deprimiert, ängstlich fühlt oder Schuldgefühle in sich trägt.
  5. Versuche, verlorenes Geld zurückzugewinnen. Dies geschieht durch erhöhte und vermehrte Einsätze, was auch als Verlust-Jagd bezeichnet wird.
  6. Die Glücksspielaktivitäten werden vor Angehörigen und Freunden vertuscht oder geleugnet. Informationen werden vorenthalten.
  7. Negative Auswirkungen auf Beziehungen, die Arbeit oder im Karriereverlauf
  8. Der Spieler fragt andere Personen um Geld an, um spielen zu können.

Das Standardwerk für die Einschätzung ist diesbezüglich das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5). Anhand des DSM-5 muss eine Person innerhalb von 12 Monaten mindestens vier der genannten Symptome zeigen, damit sie als spielsüchtig gilt.

Die Symptome sind mögliche Hinweise darauf, ob eine Person spielsüchtig ist. Sie ersetzen aber in keinem Fall eine medizinische Diagnose. Sollten Sie bei sich selber mindestens vier Symptome im genannten Zeitraum feststellen, ist es Zeit, einen Arzt oder einen Psychiater aufzusuchen. Diese Fachleute sind in der Lage, festzustellen, ob Sie an der Spielsucht oder einer anderen psychischen Erkrankung leiden. Spielsüchtige Personen leiden sehr oft an anderen Störungen, beispielsweise Depressionen, Störungen durch Drogen oder Alkohol, ADHS oder bipolaren Störungen.

Ursachen der Spielsucht

Wodurch die Spielsucht genau ausgelöst wird, ist nach wie vor Gegenstand von Forschungen. Allgemein gibt es allerdings einige Faktoren, die ihren Beitrag leisten. Eine extreme Verzweiflung nach Geld, der psychische Zustand und erste große Gewinne spielen eine wichtige Rolle.

Biologische Ursachen

Zu den wichtigsten Ursachen der Wettsucht und gerade des problematischen Glücksspiels zählt die Reaktion des Gehirns auf Wetten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Gewinn beim Glücksspiel im Gehirn eine ähnliche neurologische Reaktion auslöst wie eine Dosis einer bestimmten Droge bei einem Drogensüchtigen. Das Fehlen von Serotonin und Noradrenalin hat ebenfalls einen Zusammenhang mit dem zwanghaften Glücksspiel. Serotonin ist eine Wohlfühlchemikalie und Noradrenalin ist ein Neurotransmitter und ein Stresshormon. Die Sucht kann aber auch genetisch bedingt sein. Manche Menschen sind ganz einfach dazu veranlagt, eine Sucht oder eine suchtähnliche Erkrankung zu entwickeln.

Psychologische Ursachen

Ob eine Person mit dem Glücksspiel Probleme bekommen wird oder nicht, kann davon abhängen wie sie das Glücksspiel selber wahrnimmt. Wer Verlusten hinterher jagt, womöglich mit erhöhten Einsätzen, läuft große Gefahr, der Spielsucht zu verfallen. Die Hoffnung auf einen Gewinn mit der nächsten Wette ist immer da. Gleichzeitig will der Spieler oder die Spielerin nicht wahrhaben, welche Auswirkungen dieses Verhalten hat und zieht sich noch weiter in seine eigene Welt zurück. Die Betroffenen der Spielsucht sehen die Lage oft nicht mehr deutlich genug. Trotz laufenden Verlusten bleiben sie oft sehr optimistisch. Der nächste Gewinn könnte ja mit der nächsten Runde kommen – und schon würde alles besser aussehen.

Genau diese Möglichkeit, dass der Gewinn jederzeit kommen kann, macht Menschen für Probleme mit dem Glücksspiel anfällig. Je schneller die Spiele konzipiert sind, desto größer ist die Gefahr. Die ultimative Gefahr geht dabei von Spielautomaten aus.

Der erste Gewinn ist eine weitere gefährliche Komponente. Je größer dieser ausfällt und mehr Verluste aus vorherigen Wetten er wettmacht, desto größer wird auch die Suchtgefahr. Es besteht stets die Hoffnung auf weitere große Gewinne. Mit höheren Einsätzen versprechen sich die Spieler zudem gleich noch höhere Gewinne.

Soziale Ursachen

Die Spielsucht kann auch durch externe Einflüsse ausgelöst werden, beispielsweise durch Stress, den Verlust der Arbeit, Depressionen oder mangelnde finanzielle Mittel. In diesem Fall ist die Spielsucht nicht in den Genen vorhanden, kann aber bewusst und unbewusst durch Anschauungsunterricht von älteren Mitgliedern der Familie auf jüngere Generationen übertragen werden.

Ein weiterer Auslöser der Spielsucht können Freunde sein, die häufig Glücksspiele spielen. Bekommt man über diese Freunde etwas über die Möglichkeiten im Erfolgsfall mit, will man es ihnen oft gleichtun.

Medikamente

Bestimmte Medikamente wie beispielsweise Dopaminagonisten und antipsychotische Medikamente können ebenfalls eine erhöhte Neigung zur Spielsucht auslösen. Die Einnahme solcher Substanzen löst allerdings nicht automatisch ein Suchtverhalten aus.

Spielsucht erkennen

Leider bemerken spielsüchtige Personen das Problem oft erst, wenn es schon zu spät ist. Hohe Verschuldung, der Verlust der Arbeit oder gar Konflikte mit dem Gesetz sind mögliche Folgen, wenn es darum geht, um jeden Preis zu Geld für die Spiele zu kommen. Doch es gibt zum Glück auch noch Anzeichen, die die Spielsucht vor diesem Stadium andeuten können. Wenn diese Anzeichen auftreten, gilt es keine Zeit zu verlieren. Eine Untersuchung und gegebenenfalls medizinische Betreuung werden fällig.

Sollte eines der erwähnten Symptome der Spielsucht auftreten, gilt es das Problem zunächst als solches zu identifizieren und zu akzeptieren. Es bringt nichts, wenn Sie die Sucht leugnen, selbst wenn Sie bereits mehr als deutliche Symptome zeigen. Entweder haben Sie selber das Gefühl, beim Besuch von Wettseiten im Internet Probleme zu bekommen. Oder Ihre Familie und Ihre Freunde werden bemerken, wie sich Ihre Gewohnheiten und Verhaltensmuster ändern. Dann wird es Zeit, Hilfe anzufordern.

Oft versuchen Glücksspieler ihre Probleme mit der Spielsucht zu kaschieren. Sie versuchen so zu tun, als wäre nach wie vor alles unter Kontrolle. Zwanghafte Spieler sind dazu nicht mehr in der Lage. Problemspieler können die Situation jedoch immer noch verzerren – oder dies zumindest versuchen. Das macht aber alles nur noch schlimmer.

Bernies Top 6 Ratschläge für verantwortungsbewusstes Spielen in Österreich

Wir sind alle geprägt von unterschiedlichen Einkommen und verschiedenen Lebensweisen. Manche Dinge sind dennoch für alle gleich. So sollten Sie bezüglich Glücksspielen online gewisse Prinzipien befolgen.

1: Wissen, warum man spielt

Spielsucht

Sie sollten in erster Linie spielen, um sich zu entspannen und eine gute Zeit zu haben. Gehen Sie nicht an den Tisch, während Sie wütend oder aufgewühlt sind - und spielen Sie nie unter Einfluss von Alkohol oder Drogen!

2: Legen Sie ein Budget fest

Spielsucht

Der Schlüssel, um mehr Gewinne und weniger Sorgen zu generieren, ist ein Budget festzulegen, bevor man mit dem Spielen beginnt. Bringen Sie einen realistischen Betrag an den Tisch und gehen Sie ins Bett, wenn Sie Ihr Budget aufgebraucht haben!

3: Denken Sie daran, dass das Haus immer gewinnt

Spielsucht

Zu gewinnen ist aufregend, aber nicht jedes Spiel wird damit enden. Der mathematische Vorteil eines Casinospiels liegt immer auf Seite des Hauses, also haben Sie einfach Spaß und bereiten Sie sich auf Verluste vor.

4: Setzen Sie sich ein Zeitlimit

Spielsucht

So wie Sie sich an ein bestimmtes Budget halten, so solltn Sie sich auch ein Zeitlimit für Ihre Spielsitzung setzen. Beim Zocken kann die Zeit schonmal verfliegen!

5: Machen Sie Pause

Spielsucht

Manchmal kann man sich vom Glücksspiel so sehr angezogen fühlen, dass Sie Ihren Fokus verlieren. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich je nach Bedarf für längere oder kürzere Zeit von Online-Glücksspielseiten abzuhalten. Legen Sie eine Pause ein und kehren Sie in guter Stimmung zurück!

6: Nach Beratungsstellen suchen

Spielsucht

Wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Spielverhalten oder von einem geliebten Menschen machen, können Sie sich über den Kundenservice der in Großbritannien lizenzierten Casinos beraten lassen oder Kontakt zu Gambling Therapy aufnehmen. Es ist auch möglich, Online-Tests durchzuführen, um sich einen Überblick über Ihr Spielverhalten zu verschaffen.


Selbsthilfe-Strategien bei Glücksspielproblemen

Der erste wichtige Schritt, um eine Sucht zu überwinden, ist das Problem überhaupt zu erkennen. Es gibt wirksame Strategien zur Selbsthilfe bei Spielsucht. So können Sie die Sucht bezwingen und ein angenehmeres Leben genießen. Beispiele für solche Strategien sind:

  • Aktivitäten, bei denen Sie Nervenkitzel und Aufregung haben, ähnlich wie beim Glücksspiel. Denken Sie dabei an Sport, Videospiele oder auch Filme.
  • Spielen Sie nicht, um Stress abzubauen oder sich von mentalen Anstrengungen zu erholen. Suchen Sie bessere und gesündere Wege, auf denen Sie Ihre Langeweile oder den Stress bezwingen können.
  • Knüpfen Sie Kontakte nicht beim Glücksspiel. Nutzen Sie dazu lieber den Sport oder andere Aktivitäten, bei denen Sie mit anderen Personen in Kontakt kommen können.
  • Fordern Sie Hilfe an, wenn Sie sie brauchen. Das ist nicht einfach, aber alleine werden Sie die Spielsucht kaum bewältigen können. Wenn Sie sich auf Freunde, Familie und weitere Unterstützer verlassen können, wird alles viel einfacher.
  • Sehen Sie sich nach neuen Aktivitäten um. So kommen Sie einfacher von der Spielsucht weg, ohne dass die Gefahr eines Rückfalls besteht. Reservieren Sie fixe Zeiträume für das Glücksspiel und widmen Sie sich ansonsten nur anderen Dingen. Verabreden Sie sich mit Freunden aus der Schule oder von der Arbeit, treten Sie einem Club bei oder probieren Sie neue Sportarten aus. Dokumentieren Sie diese Aktivitäten, versuchen Sie neue Fähigkeiten hinzuzulernen oder werden Sie sogar zum Selbstverleger.
  • Werden Sie Mitglied einer Peer-Support-Gruppe. Es handelt sich dabei um Gruppen von Menschen, die eine bestimmte psychische Verfassung aufweisen, beispielsweise die Spielsucht. Sie können so Personen kennenlernen, die die Sucht bereits erfolgreich besiegt haben. Nehmen Sie sich diese Menschen zum Vorbild. Ein Beispiel ist Gambler Anonymous, wo Sie ein Genesungsprogramm über zwölf Stufen für Spielsüchtige finden können.

Behandlung der Spielsucht in Österreich

Von heute auf morgen das Glücksspiel aufzugeben ist nicht einfach. Doch es gibt zahlreiche Behandlungsformen, die zwanghaften Spielern und Problemspielern helfen können. Es handelt sich dabei nicht um offizielle Behandlungen, aber um nützliche Therapiemöglichkeiten:

Therapie

Die Psychotherapie hat sich für die Behandlung von Problemen mit dem Glücksspiel über die Jahre hinweg etabliert. Sie gilt auch bei Rückfallen als sehr wirksam. Gute Therapeuten und Psychiater können die Spielgewohnheiten und das Spielverhalten positiv beeinflussen. Dies gilt vor allem, wenn sonstige psychiatrische Probleme vorliegen, die am Ursprung der Probleme mit dem Glücksspiel liegen. So können beide Probleme gleichzeitig angegangen werden.

Medikamente

Manche Medikamente können dabei helfen, den Drang nach Wetten online sowie nach Glücksspielen in einer Spielbank zu verringern. Es handelt sich dabei um Antidepressiva und Medikamente, die gegen Krampfanfälle wirken.

Prävalenz der Spielsucht

Viele Informationen über die Spielsucht stammen aus den Selbstauskünften der Spieler. Deshalb ist es schwierig einzuschätzen, wie viele Menschen dieses Problem haben. Es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Aus den USA liest man, dass rund 2 bis 3 % der Bevölkerung Probleme mit dem Glücksspiel haben. Rund 1 % der Bevölkerung gilt als spielsüchtig. In Gegenden wie zum Beispiel dem Bundesstaat Nevada, wo das Glücksspiel allgegenwärtig ist, sind die Zahlen etwas höher. In Großbritannien geht man davon aus, dass die Zahlen etwas höher sind. Sie sind auch etwas präziser. Ungefähr 2,7 % der erwachsenen Bevölkerung in Großbritannien bekundet Probleme mit dem Glücksspiel. Das sind geschätzt rund 1,4 Millionen Menschen. Im Gegensatz zu YouGov rechnet die United Kingdom Gambling Commission (UKGC) mit rund 0,7 % Problemspielern in der britischen Bevölkerung. Allgemein gelten Männer in Sachen Glücksspielprobleme als mehr gefährdet. Sie werden auch eher spielsüchtig als Frauen.

Zwar gibt es Therapien für die Spielsucht. Viele Spieler begeben sich allerdings nicht in Behandlung und treten auch nicht den entsprechenden Organisationen bei. Manche Spieler verändern ihren Lebensstil und verhalten sich gegenüber Freunden und Familie ganz anders und können so die Spielsucht überwinden. Andere behalten jedoch das alte Verhaltensmuster bei und erleben so lange Jahre in einem Teufelskreis – völlig hilflos.

Auswirkungen der Spielsucht

Die Spielsucht kann verschiedene kurz- und langfristige Auswirkungen haben. Diese sind aber alle negativ. Manche Auswirkungen sind sehr offensichtlich, während andere länger verborgen bleiben und zunächst genauer untersucht werden müssen, damit sie definitiv erkannt werden können.

Finanzieller Ruin

Die finanziellen Folgen der Spielsucht können verheerend sein. Betroffene Spieler machen oft hohe Schulden und verspielen nicht selten sogar ihr Haus oder weiteres Vermögen. In Gefahr geraten aber nicht nur die Finanzen der Spieler, sondern potenziell auch jene deren Familien und Freunde. Ebenso in Gefahr geraten die Arbeit und bei etwas breiterer Betrachtung das Geld von Investoren. Das kann so weit gehen, dass der Spieler sogar kriminell tätig wird, um das nötige Geld aufzutreiben, was natürlich ebenfalls Folgen haben kann.

Psychische Gesundheit

Das ständige Wetten löst oft Probleme mentaler und psychologischer Art aus. Das Denken und ganz allgemein die Lebensweise der Betroffenen sind durch diese Störung beeinträchtigt. Äußerlich zeigt sich dies in Anspannung und sozialen Problemen wie zum Beispiel dem Verlust von Beziehungen. Mögliche Folgen sind aber auch Depressionen, Angstzustände oder gar Selbstmord.

Beziehung

Zwanghafte Spieler leiden nicht alleine, auch wenn es fraglich ist, ob sie dies mitbekommen. Ihre Familien leiden aber ebenso sehr, was schlimmstenfalls in häuslicher Gewalt oder gar Kindesmissbrauch enden kann. Kinder von zwanghaften Spielern weisen eine größere Neigung zu psychischen Störungen und anderen Abhängigkeiten auf.

Wie man Menschen mit Spielproblemen oder Spielsucht helfen kann

Die Anzeichen der Spielsucht lassen sich bis zu einem gewissen Grad vertuschen. Gerade problematische Spieler versuchen dies – und werden oft erst entlarvt, wenn es schon zu spät ist. Im Moment, in dem eine Person als spielsüchtig identifiziert wird, ist die Sucht oft schon weit fortgeschritten. Auf diese Zeichen sollten Sie achten, denn sie zeigen an, dass etwas nicht stimmen könnte.

  • Eine Person lügt über ihre Spielgewohnheiten
  • Eine Person verbringt mehr Zeit mit Gedanken über Glücksspiele und Wetten als mit der Pflege ihrer Beziehungen
  • Eine Person redet von Glücksspielproblemen oder erklärt offen, dass sie ein Glücksspielproblem hat
  • Eine Person leiht sich öfter Geld oder verkauft aus unbekannten Gründen mehr. Dieses Zeichen gilt besonders für Personen, die in der Vergangenheit viel gespielt haben.
  • Eine Person wendet mehr Zeit und mehr Geld für Glücksspiele auf
  • Eine Person gibt mehr Geld für Glücksspiele aus, selbst wenn sie unbezahlte Rechnungen hat

Diese Anzeichen weisen ganz klar auf ein Problem hin. Sollten Sie erkennen, dass ein Freund oder eine Freundin oder eine Person, die Ihnen nahesteht, ein Problem hat, sollten Sie die Situation ernst angehen. Verurteilen Sie die Person nicht und machen Sie sie nicht lächerlich. Packen Sie die Person zu grob, wird sie lediglich ihre Probleme vor Ihnen zu verbergen versuchen.

Bemerken Sie diese ersten Anzeichen, müssen Sie sich informieren. Zeigen Sie Unterstützung und helfen Sie der Person, die Spielsucht zu überwinden. Helfen Sie jedoch nicht, indem Sie einfach finanzielle Unterstützung, beispielsweise beim Abbau von Schulden leisten. Leisten Sie Ihren Beitrag bei der Behandlung der Spielsucht und helfen Sie der Person einen finanziellen Dienstleister zu finden, der bei der Tilgung der Schulden behilflich sein könnte.

Jemandem mit Spielsucht bei der Suche nach einer Behandlung helfen

Einem Freund oder Familienmitglied mit einer Spielsucht zu helfen, sich in Behandlung zu begeben, ist oft schwierig, es sei denn, sie wollen es selbst tun, aber ihnen fehlen die Mittel dazu. In einigen Fällen könnte ein Gespräch mit der Person darüber, wie sich das Glücksspiel auf ihr Leben und die Menschen in ihrer Umgebung ausgewirkt hat, dazu beitragen, sie davon zu überzeugen, sich in Behandlung zu begeben.

Um erfolgreich zu sein, sollten Sie positiv und liebevoll sein und sich gleichzeitig um ihr neugefundenes Verhalten kümmern. Es könnte sich als wirksam erweisen, mehr Familienmitglieder und enge Freunde dazu zu bewegen, den Spieler gelegentlich zu konfrontieren.

Manchmal ist der beste Weg, einem problematischen Spieler bei der Suche nach einer Behandlung zu helfen, zunächst mit einem Fachmann zu sprechen. Sie könnten die Helplines von Berufsverbänden nutzen, um sich von Fachleuten beraten zu lassen, die Ihnen den richtigen Rat geben, wie Sie mit einem geliebten Menschen mit einem Glücksspielproblem umgehen sollen. Ein Beispiel für solche Organisationen ist das National Problem Gambling Network (800-522-4700).

Selbstmord bei Menschen mit Spielsucht stoppen

Die Folgen des zwanghaften Glücksspiels können bis zum Selbstmord reichen. Wenn Sie entsprechende Gedanken haben oder entsprechende Ansätze bei einer Ihnen nahestehenden Person feststellen, gilt es unverzüglich der Suizid-Hotline anzurufen. Hier finden Sie die Telefonnummern der Helplines im deutschsprachigen Raum.

  • Österreich – Krisenpräventionszentrum Tel.: 01 4069595
  • Deutschland – Telefonseelsorge 0800-1110222
  • Deutschland – Selbsthilfegruppen (NAKOS) 030 / 8914019
  • Schweiz – Beratung für psychisch kranke Menschen und ihre Angehörige 0848 800858

Ressourcen zur Spielsucht

Es gibt im deutschsprachigen Raum zahlreiche Organisationen, die bei der Spielsucht helfen können und wollen. Sie bieten meistens eine Möglichkeit zur Behandlung an. Das können Treffen in Gruppen sein, bei denen Sie auf ähnlich erkrankte Personen treffen. Es gibt aber auch die Optionen der Psychotherapie, der Beratung und in fortgeschrittenen Fällen auch intensive Behandlungen, teilweise sogar mit Medikamenten. Hier finden Sie einige vertrauenswürdige Ressourcen für Unterstützung im Fall von Spielsucht oder zwanghaftem Spielverhalten:

  1. Beratungsstellenfinder der BZGA https://www.check-dein-spiel.de/hilfe/hilfe-vor-ort/
    Eine Beratungsstelle ist für zwanghafte Glücksspieler oder Problemspieler oft die erste Station auf dem Weg zur Besserung. Sie bieten vielschichtige Unterstützung beim Glücksspiel, aber auch in anderen Suchtfragen. Sie müssen nicht selber von der Sucht betroffen sein, um bei diesen Stellen Hilfe zu erhalten. Auch Angehörige und Familienmitglieder von Betroffenen erhalten dort wertvollen Rat. So lässt sich die sehr delikate Situation für alle ein wenig besser meistern. Der Umgang mit Suchterkrankten ist nämlich für alle Beteiligten alles andere als einfach.
  2. Spielsuchtthreapie https://www.spielsucht-therapie.de/beratungsstellen/
    Diese Seite bietet Ihnen Zugang zu Beratungsstellen in Deutschland. So können Sie Hilfe für sich selber, aber auch für Verwandte und Freunde finden, falls Sie psychische Störungen aufweisen, aber auch falls Sie an der Spielsucht leiden. Die Beratungsstellen sind in ständiger Verbindung mit Behandlungszentren, die Reha, Beratung sowie finanzielle Lösungen für die betroffenen Spieler anbieten.
  3. Anonyme Spieler https://www.anonyme-spieler.org/meetings-menuitem
    Diese Organisation besteht aus lokalen Gruppen und bietet Hilfe für die Spieler und deren Familien im Fall von Spielsucht. Angenehm ist, dass die Spieler sich in einer Gruppe mit ebenso betroffenen Personen über ihre Erlebnisse austauschen können. So entsteht eine gegenseitige Unterstützung.
  4. Öffentliches Gesundheitsportal Österreich https://www.gesundheit.gv.at/aktuelles/archiv-2013/101242
    In Österreich hilft das öffentliche Gesundheitsportal bei vielen Erkrankungen, auch psychischer Art. Wichtig ist dabei nicht zuletzt der Jugendschutz, denn wer schon im jugendlichen Alter mit dem Glücksspiel in Kontakt kommt, ist auch eher gefährdet, eine Sucht zu entwickeln.
  5. Ambulante Behandlungseinrichtung Spielsuchthilfe https://www.spielsuchthilfe.at
    Für Spielsüchtige und deren Angehörige bietet die Spielsuchthilfe die nötige Unterstützung. Diese erfolgt vertraulich, auf Wunsch anonym und auf jeden Fall frei von jeglichen Kosten. Sie können sich mit der Spielsuchthilfe auch in Kontakt begeben, um mehr über die Prävention der Spielsucht zu erfahren.


1: Wissen, warum man spielt

Spielsucht

Sie sollten in erster Linie spielen, um sich zu entspannen und eine gute Zeit zu haben. Gehen Sie nicht an den Tisch, während Sie wütend oder aufgewühlt sind - und spielen Sie nie unter Einfluss von Alkohol oder Drogen!

2: Legen Sie ein Budget fest

Spielsucht

Der Schlüssel, um mehr Gewinne und weniger Sorgen zu generieren, ist ein Budget festzulegen, bevor man mit dem Spielen beginnt. Bringen Sie einen realistischen Betrag an den Tisch und gehen Sie ins Bett, wenn Sie Ihr Budget aufgebraucht haben!

3: Denken Sie daran, dass das Haus immer gewinnt

Spielsucht

Zu gewinnen ist aufregend, aber nicht jedes Spiel wird damit enden. Der mathematische Vorteil eines Casinospiels liegt immer auf Seite des Hauses, also haben Sie einfach Spaß und bereiten Sie sich auf Verluste vor.

4: Setzen Sie sich ein Zeitlimit

Spielsucht

So wie Sie sich an ein bestimmtes Budget halten, so solltn Sie sich auch ein Zeitlimit für Ihre Spielsitzung setzen. Beim Zocken kann die Zeit schonmal verfliegen!

5: Machen Sie Pause

Spielsucht

Manchmal kann man sich vom Glücksspiel so sehr angezogen fühlen, dass Sie Ihren Fokus verlieren. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich je nach Bedarf für längere oder kürzere Zeit von Online-Glücksspielseiten abzuhalten. Legen Sie eine Pause ein und kehren Sie in guter Stimmung zurück!

6: Nach Beratungsstellen suchen

Spielsucht

Wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Spielverhalten oder von einem geliebten Menschen machen, können Sie sich über den Kundenservice der in Großbritannien lizenzierten Casinos beraten lassen oder Kontakt zu Gambling Therapy aufnehmen. Es ist auch möglich, Online-Tests durchzuführen, um sich einen Überblick über Ihr Spielverhalten zu verschaffen.

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