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Spielsucht in der Schweiz


Rund um die Welt gehen seit vielen Jahren die Spieler dem Glücksspiel nach. Sie setzen auf den zufälligen Ausgang eines Spiels und versprechen sich dabei nicht nur Spannung und Nervenkitzel. Selbstverständlich spielen sie vor allem auch, um dabei Gewinne zu erzielen. Glücksspiele machen viel Spass, bergen aber auch Gefahren, die nicht zu vernachlässigen sind. Noch eine Runde mehr und noch einmal auf den Knopf drücken ist eine Versuchung, die immer lockt, ebenso wie dieser eine nächste Gewinn, der doch nur gerade um die Ecke warten könnte. Das beginnt alles oft ganz harmlos, endet aber öfter als nötig in der Sucht. Die Risiken der Spielsucht begleiten die Spieler in den Casinos jederzeit, egal ob im Online Casino oder in einer richtigen Spielbank.

Was ist Spielsucht?

Eine Person, die ohne Unterbruch immer spielt und dabei immer weniger Rücksicht auf alles rundherum nimmt, ist von der Spielsucht betroffen. In der Fachsprache hört man in diesem Zusammenhang auch immer wieder die Bezeichnung Ludomanie. Die Symptome der Spielsucht sind je nach Art der Sucht, je nach Art der Spiele und je nach Person verschieden. Am Anfang machen die Spiele immer viel Spass. Doch je nach Verlauf wird es schnell einmal problematisch. Grosse Gewinne verleiten beispielsweise dazu, dass man das Glück weiter herausfordert. Spielsüchtige können dann die Kontrolle über ihr eigenes Spielverhalten verlieren. Doch nicht allen Spielern passiert das im selben Mass. Von Spielsucht spricht man allgemein dann, wenn der normale Alltag einer Person durch das Glücksspiel beeinträchtigt wird.

Häufige Arten von Spielsucht in der Schweiz

Wie bereits erwähnt ist die Spielsucht nicht immer gleich gut erkennbar. Teilweise ist es gar nicht möglich, die Symptome selber zu spüren oder sie optisch von aussen zu erkennen. Wenn die entsprechenden Fachpersonen die Spielsucht diagnostizieren, ist es in vielen Fällen schon recht spät und die Sucht recht weit fortgeschritten. Den Betroffenen fehlt in dieser Situation oftmals auch das Bewusstsein dafür, dass die Situation ernst ist. Für Fachleute sind die Indikatoren allerdings typisch. Sie finden hier nun die verschiedenen Arten, auf die sich die Spielsucht bei den betroffenen Spielern äussern kann.

Zwanghaftes Glücksspiel

Es gibt Spieler, die nicht mehr in der Lage sind, ihren Drang oder ihr Verlangen nach dem Glücksspiel unter Kontrolle zu halten. Diese Spieler werden von den Fachleuten als zwanghafte Spieler bezeichnet. Sie überschreiten in einem für sie unwiderstehlichen Akt gewisse Grenzen. Sie nehmen keine Rücksicht mehr auf ein etwaiges Budget, auf ihre Angehörigen und schon gar nicht mehr auf ihren eigenen Alltag, inklusive ihre Arbeit. Dass sie sich weitere Verluste aus dem Glücksspiel gar nicht leisten könnten, fällt diesen Personen gar nicht ein. Sie spielen einfach weiter und gehen voll aufs Ganze.

Binge-Glücksspiel

Ein Binge-Spieler ist immerhin in der Lage, seinen Drang zum Glücksspiel über mehrere Wochen oder Monate hinweg zu kontrollieren. Das problematische Verhalten taucht aber immer wieder auf, wie aus dem Nichts. Sobald das Verhalten wieder aktuell wird, ist der Binge-Spieler durchaus mit einem zwanghaften Spieler zu vergleichen. Denn auch der Binge-Spieler wird sich kurzfristig durch nichts aufhalten lassen

Problemspieler

Manche Menschen denken 24 Stunden täglich an Glücksspiele und daran, wie sie die erlittenen Verluste wieder ausgleichen könnten. Diese Spieler bezeichnet man gemeinhin als problematische Spieler. Sie sind nicht in der Lage, Verantwortung gegenüber sich selbst wahrzunehmen. Sie geben sich komplett dem Glücksspiel hin. Die Folgen davon sind Auswirkungen auf Beziehungen im Privatleben, aber auch auf die Arbeit oder das Studium.

Anzeichen und Symptome der Spielsucht

Verglichen mit einer Alkohol- oder Drogensucht äussert sich die Spielsucht körperlich ein wenig anders. Zumindest die körperlichen Anzeichen sind viel weniger ausgeprägt. Dies führt dazu, dass die Anzeichen wesentlich schwieriger zu erkennen und man dem Problem dann zu wenig Aufmerksamkeit widmet, bevor es akut wird. Die Spieler können so weiter ihren Aktivitäten nachgehen und weiterspielen, bis ihnen das Geld ausgeht oder sie vielleicht sogar ihren Job verlieren. In besonders schweren Fällen sind die Folgen noch viel schwerwiegender. Gleichzeitig ist es möglich, dass eine Person ein Problemspieler oder ein Binge-Spieler ist, obwohl sie gar keine Symptome zeigt.

Allgemein gelten Personen als spielsüchtig, wenn sie die unten erwähnten Symptome erleben oder zeigen.

1. Unwohlsein und Verunsicherung, bei der Reduktion oder Kontrolle von Spielgewohnheiten
2. Wiederholt gescheiterte Anläufe bei der Kontrolle des Glücksspiels oder dessen Reduktion
3. Die Person denkt ständig an das Glücksspiel. Sie hat immer nur Pläne und Ideen für die nächste Wette im Kopf
4. Das Glücksspiel ist ein Element der emotionalen Bestätigung. Dies gilt besonders, wenn sich die Person bedrängt, deprimiert oder ängstlich fühlt oder wenn sie Schuldgefühle in sich trägt.
5. Die Person versucht, verlorenes Geld zurückzugewinnen. Dies kann in Form einer Verlust-Jagd durch erhöhte und vermehrte Einsätze geschehen.
6. Die Person vertuscht oder leugnet Glücksspielaktivitäten vor Angehörigen und Freunden. Sie enthält Freunden und Angehörigen wichtige Informationen vor.
7. Beziehungen, Arbeit oder Karriere werden negativ beeinflusst.
8. Die Person fragt andere Personen um Geld an, um weiterhin spielen zu können.

Als ein Standardwerk für die Einschätzung der Spielsucht bei einzelnen Personen gilt das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5). Anhand dieses Werks muss eine Person innerhalb von zwölf Monaten mindestens vier der genannten acht Symptome zeigen. Dann gilt sie als spielsüchtig.
In erster Linie sind die Symptome Hinweise auf eine mögliche Spielsucht, aber keinesfalls eine definitive Diagnose. Für den Fall, dass Sie bei sich selber vier oder mehr dieser Symptome feststellen sollten, sollten Sie unverzüglich einen Arzt oder Psychiater beiziehen. Sie sind befähigt, festzustellen, ob Sie von der Spielsucht betroffen sind oder sonstige Anzeichen von psychischen Erkrankungen aufweisen. Personen, die von der Spielsucht betroffen sind, leiden in vielen Fällen auch durch Depressionen, Drogen- oder Alkoholsucht, ADHS oder bipolaren Störungen.

Ursachen der Spielsucht

Was genau die Spielsucht auslöst, ist nach wie vor nicht klar und wird weiter erforscht. Es gibt hingegen einige Faktoren, die eine Rolle spielen. Das verzweifelte Verlangen nach Geld, ein schlechter psychischer Zustand und auf Anhieb erzielte grosse Gewinne zählen zu diesen Faktoren, die die Spielsucht begünstigen.

Biologische Ursachen

Die wohl wichtigste Ursache der Wettsucht und des problematischen Glücksspiels ist die Reaktion des Gehirns auf einen Gewinn bei den Wetten. Wissenschaftler haben nachweisen können, dass Gewinne sich ähnlich auswirken wie eine Dosis bestimmter Drogen. Zwanghaftes Glücksspiel hat zudem einen direkten Zusammenhang mit einem Mangel an Serotonin (eine Wohlfühlchemikalie) und Noradrenalin (ein Neurotransmitter und Stresshormon). Die Ursache der Sucht kann aber auch eine genetische Veranlagung sein. Es gibt nun einmal Menschen, die erblich vorbelastet sind und einfacher eine Sucht oder eine ähnliche Erkrankung entwickeln.

Psychologische Ursachen

Die eigene Wahrnehmung des Glücksspielkonsums ist oft nicht sehr eindeutig. Diese Wahrnehmung zu interpretieren ist noch viel schwieriger. Auf alle Fälle gilt, dass Spieler, die Verlusten hinterherjagen, von der Spielsucht bedroht sind, besonders, wenn sie mit erhöhten Einsätzen spielen. Es lockt jederzeit dieser eine grosse nächste Gewinn. Der Spieler will die Konsequenzen dieses Verhaltens nicht wahrhaben und zieht sich sprichwörtlich in sein eigenes Schneckenhaus zurück. In dieser Situation selber den Ernst der Lage zu erkennen ist sehr schwierig, denn die Betroffenen üben sich meistens in einer Art Zweckoptimismus.
Dass jederzeit ein Gewinn möglich ist, macht es schwierig, auf die Menschen mit Glücksspielproblemen zuzugehen. Die Gefahr ist umso grösser wenn die Spiele schnell konzipiert sind und man viele Runden innerhalb von kurzer Zeit spielen kann. Entsprechend geht die grösste Gefahr von den Spielautomaten aus.
Ein erster grosser Gewinn ist eine weitere heikle Sache. Wenn dieser richtig gross ist, steigt damit auch gleich die Suchtgefahr. Schliesslich verspricht sich der Spieler umgehend weitere solche Gewinne – diese werden allerdings, wenn überhaupt, viel Geduld und eine Menge Einsätze verschlingen.

Soziale Ursachen

Externe Einflüsse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Dazu zählen Stress bei der Arbeit oder gar der Verlust der eigenen Stelle, Depressionen oder eine schwierige finanzielle Situation. Die Spielsucht ist in jenen Fällen nicht genetisch bedingt. Man muss allerdings beachten, dass die Sucht auf jüngere Generationen innerhalb einer Familie übertragen werden kann, sofern diese jüngeren Generationen von den Glücksspielen und dem damit verbundenen Verhalten erfahren.

Freunde, die sich oft Glücksspielen widmen und viel davon erzählen können ein weiterer negativer Einfluss sein. Solche Freunde können einen dazu verleiten, es ihnen gleichtun zu wollen, was sehr teuer werden kann.

Medikamente

Es gibt Medikamente, die die Neigung zur Spielsucht verstärken können. Dazu zählen Dopaminagonisten und antipsychotische Medikamente. Bei deren Einnahme ist allerdings nicht sofort und automatisch mit Folgen in Form von Suchtverhalten zu rechnen.

Spielsucht erkennen

Spielsucht lässt sich am besten behandeln oder gar verhindern, wenn man sie früh erkennt. Doch leider bemerkt man die Spielsucht oft erst dann, wenn die Folgen in Form von Schulden, Verlust des Arbeitsplatzes oder gar einem Konflikt mit dem Gesetz bereits da sind. Betroffene Spieler versuchen oft auch, mit allen möglichen Mitteln zu Geld für das Glücksspiel zu kommen. Doch es gibt in der Tat auch Anzeichen, die noch rechtzeitig auf die Spielsucht hinweisen. Einmal erkannt, gilt es diese Zeichen ernst zu nehmen. Dann müssen eine Untersuchung und gegebenenfalls eine medizinische Betreuung in Betracht gezogen werden.

Bei Auftreten eines oder mehrerer der erwähnten Symptome gilt es das Problem der Spielsucht zu identifizieren und zu akzeptieren. Das ist für die Betroffenen allerdings alles andere als einfach. Sie versuchen oft die Sucht zu vertuschen oder zu leugnen, auch wenn die Anzeichen eindeutig sind. Es kann sein, dass Sie selber bemerken, wie Ihnen der Besuch von Wettseiten oder Online Casinos Probleme bereitet. Oft sind es aber Familien und Freunde von Betroffenen, die bemerken, wie sich deren Gewohnheiten und die Verhaltensweisen verändern.

Es ist oft so, dass Problemspieler oder zwanghafte Spieler ihre Spielsucht nicht wahrhaben wollen und sie deswegen vertuschen oder gar leugnen. Zwanghafte Spieler sind allerdings nicht mehr in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Problemspieler versuchen sie oft einfach zu verzerren oder so darzustellen, dass sie für sie passt – was aber alles auch nur schlimmer macht.

Bernies Top 6 Ratschläge für verantwortungsbewusstes Spielen in der Schweiz

Die Menschen sind geprägt durch unterschiedliche Einkommen und verschiedene Lebensweisen. Manche Dinge präsentieren sich dennoch für alle gleich. So gilt es bezüglich Glücksspielen online zur eigenen Sicherheit gewisse Prinzipien zu befolgen.

1: Wissen, warum man spielt

Spielsucht

Mit Glücksspielen sollte man in erster Linie einfach Spass haben. Es geht darum, eine gute Zeit zu verbringen, sich zu unterhalten – und vielleicht gelegentlich ein wenig Geld zu gewinnen. Wer hingegen wütend ist oder seine Emotionen nicht zu kontrollieren weiss, sollte von den Glücksspielen Abstand nehmen. Abstand vom Glücksspiel ist zudem angesagt, wenn Drogen oder Alkohol eine Rolle spielen!

2: Legen Sie ein Budget fest

Spielsucht

Überlegen Sie sich, wie viele Franken Sie ausgeben wollen und können, wenn es um Glücksspiele online geht. Erstellen Sie ein Budget – es erspart Ihnen Sorgen und lässt Sie die Gewinne noch mehr geniessen. Legen Sie für sich einen Betrag pro Tag oder Woche fest. Mehr als diesen Betrag dürfen Sie auf keinen Fall ausgeben!

3: Denken Sie daran, dass das Haus immer gewinnt

Spielsucht

Die Hoffnung auf grosse Gewinne ist immer verlockend. Die Realität ist aber, dass Sie auch viel verlieren werden. Konzentrieren Sie sich darauf, Spass zu haben und gehen Sie mit Verlusten stets locker um. Lassen Sie sich nicht aus der Fassung bringen, denn das Haus ist immer im Vorteil.

4: Setzen Sie sich ein Zeitlimit

Spielsucht

Genau wie beim Geld können sie sich bei der Zeit ein Budget erstellen. Sollte die Zeit wie im Flug vorbeigehen, sollten Sie dennoch aufhören zu spielen. Ansonsten wird das Vergnügen unnötig teuer.

5: Machen Sie Pause

Spielsucht

Manchmal sind die Spiele so spannend, dass man kaum mehr davon loskommt. Dennoch sollten Sie regelmässig eine Pause einlegen. So können sich einerseits Ihre Augen erholen. Andererseits geraten Sie mental nicht in eine Art Tunnel, die zur Spielsucht führen könnte. Hören Sie mit den Spielen auf, solange Sie noch Spass daran haben.

6: Nach Beratungsstellen suchen

Spielsucht

Wenn Sie sich Sorgen um Ihre eigene mentale Verfassung oder jene von Ihnen nahestehenden Personen machen, sollten Sie sich um Hilfe kümmern. Die Schweizer Casinos und die Kantone, in denen diese zu Hause sind, verfügen über Stellen, die bei vielfältigen Suchtproblemen helfen können. In den Online Casinos, respektive auf deren Webseiten gibt es auch eigene Bereiche, die sich mit verantwortungsvollem Glücksspiel und der Spielsucht befassen. Dazu gehört in den meisten Fällen ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung.


Selbsthilfe-Strategien bei Glücksspielproblemen

Das Problem zu erkennen, ist der erste Schritt auf dem Weg dazu, die Sucht zu überwinden. Dazu gibt es einige wirksame Strategien, die Ihnen helfen können, ein besseres und angenehmeres Leben zu geniessen. Hier finden Sie nun ein paar Beispiele für solche Strategien:

  •  Gönnen Sie sich Aktivitäten, die Ihnen Spass bereiten und für Nervenkitzel und Aufregung sorgen, beispielsweise Sport, Filme oder Videospiele.
  •  Versuchen Sie, nicht zu spielen, um Stress abzubauen oder um sich so von mentalen Anstrengungen zu erholen. Es gibt gesündere und günstigere Wege, um Langeweile oder Stress zu bezwingen.
  •  Kontakte zwischen Menschen entstehen nicht beim Glücksspiel online. Dazu sind Sport oder andere Aktivitäten wesentlich besser geeignet.
  •  Seien Sie ehrlich mit sich und fordern Sie Hilfe an, wenn Sie sie brauchen. Das ist nicht immer einfach. Aber mit der Unterstützung von Freunden und Familie geht alles viel besser.
  •  Sichern Sie sich gegen mögliche Rückfälle ab. Sehen Sie sich nach anderen Dingen um, mit denen Sie sich beschäftigen können, ohne an das Glücksspiel denken zu müssen oder gar können. Spielen Sie nur zu definierten Zeiten und halten Sie sich an diese Zeiträume. Treffen Sie sich ansonsten regelmässig mit Freunden und treten Sie einem Verein dabei, zum Beispiel um eine neue Sportart auszuprobieren. Versuchen Sie diese Aktivitäten auch zu dokumentieren, mit einem Blog oder einem Tagebuch.
  •  Beteiligen Sie sich an einer Peer-Support-Gruppe. Sie treffen dabei auf Menschen, die in einer ähnlichen psychischen Verfassung sind und ebenfalls von der Spielsucht betroffen sind. Diese Menschen können für Sie Vorbilder sein, wenn sie die Sucht bereits überwunden haben. Informieren Sie sich zum Beispiel bei Gambler Anonymous. Dort gibt es ein zwölfstufiges Therapieprogramm für Spielsüchtige.

Behandlung der Spielsucht in der Schweiz

Einfach so über Nacht das Glücksspiel aufzugeben ist keine einfache Aufgabe. Es gibt allerdings einige verschiedene Formen der Behandlung für zwanghafte Spieler und Problemspieler. Das sind keine offiziellen Behandlungen, sondern ganz einfach nützliche Hilfsprogramme.

Therapie

Eine wirksame Form der Behandlung von Glücksspielproblemen ist seit einigen Jahren die Psychotherapie. Sie wirkt auch darauf hin, dass Rückfälle vermieden werden können. Seitens der Therapeuten und Psychiater ist eine positive Vorgehensweise, um das Vertrauen des betroffenen Spielers zu geniessen. Gerade wenn auch sonst noch psychiatrische Probleme bestehen, kann es sein, dass diese am Ursprung der Spielprobleme liegen. Gut geschulte Fachpersonen können beide Probleme gleichzeitig und erfolgreich angehen.

Medikamente

Einige Medikamente sich sehr wirksam bei der Verringerung des Drangs nach Online-Wetten und Glücksspielen. Gewöhnlich gelangen dabei Antidepressiva und Medikamente zum Einsatz, die bei der Behandlung von Krampfanfällen wirken.

Prävalenz der Spielsucht

Ein grosser Teil der Informationen über die Spielsucht stammt aus den Schilderungen der Spieler. Da es sich dabei um Selbstauskünfte handelt, ist von einer recht hohen Dunkelziffer auszugehen, was die Anzahl der Spielsüchtigen in der Schweiz, aber auch weltweit angeht.

Aus den USA ist überliefert, dass ungefähr zwei bis drei Prozent der Bevölkerung dokumentierte Probleme mit dem Glücksspiel haben. Ein Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Staaten gilt als spielsüchtig. Etwas höher sind die Zahlen in jenen Gegenden, in denen das Glücksspiel auch sonst eine grosse Rolle spielt, also beispielsweise in Nevada. Im für Wetten auf alles Mögliche bekannten Grossbritannien geht man von etwas höheren Zahlen aus. Ungefähr 2,7 % der erwachsenen Bevölkerung in Grossbritannien soll unter Problemen mit dem Glücksspiel leiden. Die UKGC, die britische Glücksspielkommission, geht allerdings nur von rund 0,7 % Problemspielern aus.

Allgemein sind Männer in Sachen Glücksspielprobleme etwas mehr gefährdet. Sie werden also eher spielsüchtig als Frauen.

Grundsätzlich gibt es wirksame Therapien für die Spielsucht. Doch es gestaltet sich sehr schwierig, die betroffenen Spieler von diesen Therapien zu überzeugen. Durch eine Veränderung im Lebensstil und einem ganz anderen Verhalten gegenüber Freunden und Familie können manche Spieler ihre Sucht überwinden. Wer hingegen die alten Muster beibehält, lebt über längere Zeit hinweg hilflos in einem Teufelskreis.

Auswirkungen der Spielsucht

Die Auswirkungen der Spielsucht können höchst unterschiedlich sein. Ob kurz- oder langfristig, in jedem Fall sind sie negativ. Einige Auswirkungen sind sehr klar erkennbar. Andere bleiben zunächst verborgen und verlangen nach einer genaueren Untersuchung.

Finanzieller Ruin

Die Spielsucht kann finanziell verheerende Folgen haben. Dies äusserst sich oft in hohen Schulden, die wiederum dazu führen, dass die Spieler sogar vermeintlich unantastbare Vermögenswerte aufs Spiel setzen, wie ein Auto oder gar ein Haus. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Freunde und die Familie. Solche Verkäufe aus Verzweiflung lassen sich nur schlecht verbergen. Schlimmstenfalls droht sogar der Verlust des Arbeitsplatzes oder von Geldern von Investoren oder gar kriminelle Tätigkeiten.

Psychische Gesundheit

Ständiges Wetten und Spielen sorgt oft für mentale und psychologische Probleme. Die betroffenen Menschen können nicht mehr klar denken. Ihre Lebensweise ist eindeutig beeinträchtigt. Sie sind angespannt und leiden unter sozialen Problemen, beispielsweise weil Beziehungen in die Brüche gehen. Schlimmstenfalls führt die Spielsucht gar zu Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord.

Beziehung

Wenn eine Person zwanghaft spielt, leiden ihre Mitmenschen ebenfalls. Nur wird dies dieser Person nicht sofort einleuchten. Das kann unter Umständen zu häuslicher Gewalt oder Kindesmissbrauch führen. Die Statistiken zeigen, dass Kinder von zwanghaften Spielern eine höhere Neigung zu psychischen Störungen und anderen Abhängigkeiten aufweisen.

Wie man Menschen mit Spielproblemen oder Spielsucht helfen kann

Süchtige Spieler glauben, die Anzeichen der Spielsucht vertuschen zu können. Entlarvt werden sie denn auch sehr oft erst, wenn es schon zu spät ist. Ist eine Person als spielsüchtig identifiziert, ist die Sucht schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Es gibt einige Zeichen, auf die Sie achten können, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt.

  •  Die Person leugnet oder lügt über ihre Spielgewohnheiten
  •  Die Person denkt öfter an Glücksspiele und Wetten als an die Beziehungen mit ihren Mitmenschen
  •  Die Person redet über Glücksspielprobleme oder erklärt Freunden, dass ein Glücksspielproblem vorliegen könnte
  •  Eine Person leiht sich öfter Geld oder verkauft sogar grössere Vermögenswerte um verzweifelt zu Geld zu kommen. Dieses Zeichen gilt speziell für Menschen, die früher schon viel gespielt haben.
  •  Die Person verschwendet immer mehr Zeit und mehr Geld mit Glücksspielen
  •  Die Person gibt immer mehr Geld für Spiele im Casino aus, selbst wenn sie noch offene Rechnungen hat

Sollten Sie erkennen, dass eine Ihnen nahestehende Person eines der aufgelisteten Probleme hat, ist die Situation ernst. Versuchen Sie die Person nicht zu verurteilen und nicht zu grob anzupacken. Ansonsten wird die betroffene Person lediglich versuchen, ihre Probleme vor Ihnen zu verbergen.
Informieren Sie sich zuerst über Ihre Optionen, bevor Sie selber helfen. Zeigen Sie sich kooperativ und positiv. So können Sie der Person helfen, die Spielsucht zu überwinden. Einfach Geld zu leihen, damit die Person ihre Spielschulden begleichen kann, bringt zum Beispiel nichts und bewirkt genau das Gegenteil. Helfen Sie viel lieber bei der Suche nach einem Dienstleister, der bei der Behandlung ebenso behilflich sein kann wie bei der Tilgung der Schulden.

Einer Person mit Spielsucht bei der Suche nach einer Behandlung helfen

Ist eine nahestehende Person von der Spielsucht betroffen, ist das für alle Beteiligten nicht einfach. Als Privatperson haben Sie oft nicht das nötige Wissen, um grosse Unterstützung zu leisten. Sprechen Sie zunächst mit einer Person Ihres Vertrauens über solche Dinge. Versuchen Sie die Person, die von der Spielsucht betroffen ist, auf die Auswirkungen des Glücksspiels allgemein anzusprechen. Vielleicht kommt diese Person ja dann schon zur Einsicht, dass eine Behandlung angebracht wäre.

Wenn Sie jemanden auf die Spielsucht ansprechen, ist Empathie ein guter Ratgeber. Wählen Sie positive Worte, ohne dabei zu vergessen, die betroffene Person mit ihrem Problem zu konfrontieren. Ziehen Sie Freunde und Familie der betroffenen Person zur Unterstützung bei, um Ihrem Vorhaben noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen und bei der betroffenen Person noch mehr Vertrauen zu haben.

Sollten Sie zunächst selber noch Ratschläge benötigen, wie Sie helfen könnten, können Sie sich selber bei einer entsprechenden Hotline melden. So können Sie Ihr eigenes Vorgehen bei der Unterstützung von Familienangehörigen oder Freunden besser vorbereiten.

Selbstmord bei Menschen mit Spielsucht stoppen

Die wohl am weitesten reichende Folge des zwanghaften Glücksspiels ist der Selbstmord. Sobald Sie bei der betroffenen Person einschlägige Gedanken wahrnehmen, gilt es unverzüglich der Suizid-Hotline anzurufen. Hier finden Sie die Telefonnummern der Suizid-Hotlines im deutschsprachigen Raum.

  • Schweiz – Beratung für psychisch kranke Menschen und ihre Angehörige 0848 800858
  •  Österreich – Krisenpräventionszentrum Tel.: 01 4069595
  •  Deutschland – Telefonseelsorge 0800-1110222
  •  Deutschland – Selbsthilfegruppen (NAKOS) 030 / 8914019

Ressourcen zur Spielsucht

Es gibt in der Schweiz zahlreiche Möglichkeiten, sich im Fall von Spielsucht für eine Behandlung anzumelden oder zumindest Informationen dazu einzuholen. Dazu kommen verschiedene Organisationen, die den Austausch in Gruppen anbieten, in denen Sie auf Personen mit ähnlichen psychiatrischen Störungen treffen können. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und können auch sehr intensiv sein, zum Beispiel mit Medikamenten. Hier finden Sie nun ein paar wertvolle und vertrauenswürdige Ressourcen für Auskünfte und weiter Unterstützung im Fall von Spielsucht.

  1. Spielen ohne Sucht https://www.sos-spielsucht.ch/de/was-tun-bei-spielsucht/beratung-fachstellen/
    Schweizweit finden Sie auf dieser Seite Unterstützung dazu, was Sie tun können, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie oder eine Ihnen nahestehende Person an der Spielsucht leidet. Sie finden auf der Webseite die richtigen Links und Telefonnummern für Soforthilfe.
  2. Beratungsstellenfinder der BZGA https://www.check-dein-spiel.de/hilfe/hilfe-vor-ort/
Eine deutsche Beratungsstelle für zwanghafte Glücksspieler oder Problemspieler ist die BZGA. Die Online-Ressourcen geben Ihnen eine gewisse Ahnung dessen, was Sie bei einem Fall von Spielsucht tun können, auch wenn es sich zuerst noch um einen Verdacht handelt.
  3. Spielsucht-Beratung Kanton Aargau https://www.spielsucht-beratung.ch
    Grundsätzlich sind für die Therapie von spielsüchtigen Personen die Kantone zuständig. Das gilt auch im Fall der Prävention. Im Kanton Aargau gibt es diese Webseite, auf der auch immer wieder auf wertvolle Literatur im Zusammenhang mit der Spielsucht hingewiesen wird. Das Angebot gilt nicht nur online. Es gibt im Kanton zwei Anlaufstellen, in Baden und in Aarau.
  4. Sucht Schweiz https://www.suchtschweiz.ch/gluecksspiel/
    Eine gemeinnützige Organisation, die überkantonal aktiv ist. Sie hat unter anderem die Inhalte zahlreicher kantonaler Webseiten zum Thema Spielsucht zusammengefasst. Dies ist nicht zuletzt von grossem Nutzen, weil sich auch etliche Kantone zusammengetan haben, um das Problem der Spielsucht in der Gesellschaft gemeinsam anzugehen. In einem engmaschig vernetzten Land wie der Schweiz kennt auch die Spielsucht keine Kantonsgrenzen.

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